Welcome to BIRDHEAD world again –
Sils Maria 2017

Shanghai meets Sils Maria

im Andrea Robbi Museum Sils Maria

Ausstellung vom 18. Dezember 2016 -  23. April 2017

Vernissage: Donnerstag, 5. Januar, ab 17 Uhr

Das Andrea Robbi Museum in Sils Maria zeigt, in Kooperation mit der Galerie Stephan Witschi/Zürich und ShanghART Gallery Shanghai/Beijing/Singapore die zweite Soloausstellung von Birdhead in der Schweiz.

Das Künstlerduo aus Shanghai macht mit seinen fotografischen Kompositionen in der Kunstwelt Furore. Ihre Arbeiten wurden bisher in Shanghai, Oslo, Tokio, Chicago, Manchester, Florenz, Heidelberg und Hong Kong gezeigt, um nur einige Destinationen zu nennen. 2011 waren sie mit ihrer Installation „Welcome to Birdhead’s World – Venice Project“ an der 54. Biennale in Venedig vertreten, 2012 stellte ihre grossformatige Arbeit „The Song of Early Spring“ einen prominenten Beitrag zur Ausstellung „New Photography 2012“ im Museum of Modern Art, New York, dar. Im Rahmen der Art Basel 2016 wird an der UNLIMITED eine weitere monumentale Installation der beiden Künstler zu sehen sein.

Unverwechselbar ist die kraftvolle Bildsprache der beiden Künstler Song Tao und Ji Weiyu, die seit 2004 unter dem Namen Birdhead zusammenarbeiten. Leidenschaftlich und schonungslos dokumentieren und untersuchen sie in ihren Fotografien ihre Heimatstadt Shanghai. Als erster Streich ihrer Zusammenarbeit entstand ein Buch mit 200 Selbstporträts, und diesem radikal persönlichen Blick sind sie treu geblieben. Das Selbstporträt bleibt immer ein Bestandteil ihres künstlerischen Prozesses und ihrer anarchischen Haltung, und positioniert sie als Teil der Welt, die sie beobachten. Sie streunen durch die rastlose Metropole, und halten deren Metamorphose besessen in Fotografien fest, die sich bewusst der Ästhetik des Schnappschusses bedienen. Birdhead sehen sich als Zeugen der permanenten Veränderung, deren Geschwindigkeit selbst für die Bewohner der Stadt nicht mehr fassbar ist. Sie dokumentieren in tausenden von Bildern den rasenden Wandel, den Verfall der alten Strukturen, die Brachen, die Ränder, die Verkehrsadern, das urbane Leben.

Birdhead begreifen ihre Arbeit aber in erster Linie als Selbstreflexion. Als Zeugen des Wandels beobachten sie auch einen Wandel in sich selbst. Was sie sehen, bewegt und verändert sie. Diese Wahrnehmungen und Emotionen verarbeiten sie zu vielschichtigen Bildmontagen, deren Elemente sich – ähnlich einem Lied oder Gedicht - auf unterschiedlichsten Ebenen zu neuen Bedeutungen verknüpfen. „Poetic Punk“ könnte man dieses Verfahren nennen, das krasse Realität mit Poesie, brutale Urbanität mit grossartiger Natur, Zeitgeist und Konsum mit Vergänglichkeit und Traum verbindet.